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Biologie ist „Hetze“: Kritik an Gender-Theorien soll bestraft werden


Der Biologe Ulrich Kutschera argumentiert biologisch - und deshalb steht er vor Gericht: Nicht mehr wissenschaftliche Fakten zĂ€hlen, sondern die herrschende Phantasie-Lehre des Gender-Mainstreaming beansprucht das Recht, abweichende Erkenntnisse der Naturwissenschaften bestrafen zu dĂŒrfen.

Was geschieht, wenn heute ein Professor der Biologie auf die einfachsten biologischen Tatsachen hinweist? Er wird angeklagt. Vorwand: angebliche Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung.

Ort: Kassel, Amtsgericht.

Angeklagt: Professor Dr. Ulrich Kutschera, einer der bedeutendsten Biologen Deutschlands, der viele Grundlagen etwa zur Photosynthese herausgearbeitet hat und auch regelmĂ€ĂŸig in Stanford forscht. Er gab gerade eine neue Auflage des Standardwerkes der Biologie, Physiologie der Pflanzen heraus.

Kutschera hatte vor lĂ€ngerem das Buch »Das Gender-Paradoxon« geschrieben. Das kommt bei all jenen nicht gut an, die nicht genau wissen, in welchem geschlechtlichen Mantel sie sich gerade aufhalten, die es fĂŒr »normal« empfinden, wenn zwei homosexuelle MĂ€nner Kinder adoptieren oder von LeihmĂŒttern austragen lassen und dann bemuttern wollen.

Kutschera ist auch Evolutionsbiologie und sieht demnach mit Schrecken, wie unter dem Vorwand der Diversifizierung und sonstiger Modebegriffe biologische Tatsachen auf den Kopf gestellt werden. In seinem Buch macht er sich ĂŒber die ideologischen Hypothesen der »Genderforscher« Luft.

»Grausen« ĂŒberkomme ihn, wenn sich lesbische Paare mit Hilfe kĂŒnstlicher Befruchtung oder per Leihmutterschaft Kinder zeugen lassen. »WidernatĂŒrliche FrĂŒh-Sexualisierung« brandmarkt Kutschera als »geistige Vergewaltigung Schutzbefohlener«. Gefragt wird nicht mehr danach, wie es den Kindern ergehe und was aus ihnen spĂ€ter wird. Er betont immer wieder, dass in der Natur die »Mutter-Kind-Beziehung« bei SĂ€ugetieren die stĂ€rkste Bindung ist, die sich im Laufe der Evolution gebildet hat. Die wĂŒrde jetzt zugunsten einer zweifelhaften Ideologie geopfert.

AusfĂŒhrlich hat er in seinem Standardwerk »Das Gender-Paradoxon« detailliert neueste wissenschaftliche Ergebnisse und Studien aufgefĂŒhrt. Als Biologe sieht er die ZusammenhĂ€nge: »Wenn nun einem Kind die Mutter entzogen wird, so ist das eine Verletzung des elementarsten Menschenrechtes, das ĂŒberhaupt existiert.«
Jetzt hatte unter anderem ein homosexueller Mann Prof. Kutschera angezeigt. Er fĂŒhle sich in seiner MenschenwĂŒrde verletzt. Der KlĂ€ger selber behauptet von sich, er sei Mediziner, Psychotherapeut und Kulturwissenschaftler und spricht Kutschera die Kompetenz in der Sache ab.

Der daraus gestrickte Vorwurf: Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung. Kutschera hatte in einem Interview unter anderem gesagt, die Ehe unter Homosexuellen eröffne ein mögliches KinderschÀnder-Szenario.
Kutscheras Verteidiger stellte 13 BeweisantrÀge und will mit Zeugen aus dem Wissenschaftsbereich evolutionsbiologische Erkenntnisse belegen. Auch sein Buch »Gender-Paradoxon« soll gelesen werden.

Gender-Paradoxon und Galileo Galilei

Heftige Kritiken und sogar Warnungen vor der LektĂŒre seiner BĂŒcher kommen auch aus der Ecke von Literaturwissenschaftlerinnen. Ein weiterer Vorwurf wie auch jetzt in Kassel zu hören: Kutschera könne sich als Pflanzenphysiologe und Evolutionsbiologe kein Urteil ĂŒber Gender erlauben. Das dĂŒrfen offenbar nur Literatur- und Gender-»Wissenschaftlerinnen«. Der Biologe als faktenbasierte Wissenschaft soll durch die Phantasie-Lehren der Prozess gemacht werden. In einem Ă€hnlichen Verfahren unterlag ĂŒbrigens ein gewisser Galileo Galilei – am 22. Juni 1633 in einem Inqusitionsprozess, den die katholische Kirche angestrengt hatte um seine Lehre von den Planetenbewegungen zu unterbinden. 2019 also erneut ein Prozess gegen die Naturwissenschaft, angestrengt von Ideologen, denen Erkenntnisse nicht ins Weltbild passen.

Kutschera versucht in seinen Grundlagen der Evolutionsbiologie und Fortpflanzung das zu beschreiben, was offensichtlich ist: Es gibt keine drei, vier, auch keine 60 Geschlechter. Bekannt sind bisher nur zwei Geschlechter, seit Anbeginn des Lebens. Jedes Lebewesen hat immer noch nur ein Chromosomenpaar in den Zellen, ein drittes wurde bisher nicht gefunden. Auch wenn man noch so viel suchen mag.
Das Geschlecht ist kein soziales Konstrukt, wie neuerdings erzĂ€hlt wird. Es ist uraltes evolutionĂ€res Erbe. Seit der Entstehung des Lebens gibt es eine geschlechtliche Fortpflanzung, indem zwei haploide Gameten zu einer diploiden Zygote fusionieren: Zwei Keimzellen werden zu einer neuen Zelle mit einem doppelten Chromosomensatz. Der Witz dabei ist die ungeheure Rekombination unterschiedlicher ChromosomensĂ€tze, ein genialer Trick der Natur, Voraussetzung fĂŒr genetische Variation. Das, und nur das, heißt Vielfalt.

Ulrich Kutschera ist einer der wenigen Biologie-Professoren, die auf biologische Gesetze hinweisen und vernehmlich sagen, was sie von dem Gender-Unsinn und ihren bedenkenswerten Folgen halten.

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